Jahrestagung 2020

06.03. bis 08.03.2020

beRÜHRUNGen

Es scheint zum guten Ton gegenwärtiger Kulturpraxis zu gehören, immer wieder besonderen Rührungen Ausdruck zu geben. Ein weites Feld erstreckt sich, und zwar:

  • von Frauen und Männern, die nach einer scheinbar unendlichen und passiven Zeit des Schweigens, Harrens und Duldens den Mut aufbringen, übergriffige Berührungen an Leib und Seele anzuprangern, bis hin zu Menschen, die die Narrationen von Übergriffigkeit und Bemächtigung derart überstrapazieren, dass man den Imperativ erzwungener Keuschheit einmal mehr am Horizont der Kulturgeschichte zu erkennen glaubt,
  • zudem von öffentlichkeitswirksamen Highlights einer emotionstheoretisch angerührten POP-Forschung, die den neuen Denkstilen und Erlebnisweisen auf die Spur kommen möchte, bis hin zu ethisch hochverantworteten Anfrage an die Zugriffspraxis überhaupt, etwa auf tierische Lebewesen.
  • Schließlich auch in umgangs- und alltagssprachlicher Hinsicht, erkennbar besonders in SocialMediaForen und TV-Formaten (DSDS), wenn immer wieder die gleichen Redewendungen strapaziert werden: "Dein Stimme hat mich voll berührt – das ging mir total nahe“, „Noch nie war ich so heftig zu Tränen gerührt… ich fühl mich ja so sentimental“, „Boah, ich hab krass Gänsehaut, bin ich Susi oder was?“

Die Tagung „beRÜHRUNGen“ versucht, das weite Feld angemessen zu betreten und aus verschiedenen Perspektiven zu vermessen. Stimmen aus Theologie und POP, aus Alltag und Wissenschaft sollen zu Wort kommen und die passenden Gespräche öffnen wie auch begleiten.

Thempool

Vorläufiges aus dem bisherigen Themenpool (= erste Rückmeldungen von angefragten Referentinnen und Referenten):

  • „Rührung“ – ein großes Thema der (theologischen) Emotionsforschung?
  • „Don’t touch me there“ – Reprise auf ein popmusikalisches Sittengemälde
  • „Rühr meine Tiere nicht an, spricht der Herr“. Tierethische Kommentare zu Fleischverzehr, Viehzucht und anderen Grausamkeiten
  • „We need an erotics of Art“. Impulse zu einer theologisch gerührten Wahrnehmungslehre
  • Gerührt oder geschüttelt, Mr. Bond? Kommentare zu der merkwürdigen Figur eines britischen Geheimagenten, der im Film stets (s)einen Mann stehen sollte
  • „Ach ich hab sie ja nur auf die Schulter geküsst…“(C. Millöcker, 1882) – Zur frühen Auseinandersetzung mit den touchy people in der Operette des 19. Jahrhunderts
  • Bruno, fühl mal! Religionstheoretische Anmerkungen zu den Clubmemoiren eines schwulen Schweizers


Informationen

Ort & Kontakt
Pädagogisch-Theologisches Institut Bonn
Mandelbaumweg 2, 53177 Bonn / Bad Godesberg
Tel.: 0228 95 23 0
Kosten
Tagungsbeitrag/Verpflegung, --.--
SchülerInnen/Studierende/Auszubildende € --.--

Jahrestagung 2020

06.03. bis 08.03.2020

beRÜHRUNGen

Es scheint zum guten Ton gegenwärtiger Kulturpraxis zu gehören, immer wieder besonderen Rührungen Ausdruck zu geben. Ein weites Feld erstreckt sich, und zwar:

  • von Frauen und Männern, die nach einer scheinbar unendlichen und passiven Zeit des Schweigens, Harrens und Duldens den Mut aufbringen, übergriffige Berührungen an Leib und Seele anzuprangern, bis hin zu Menschen, die die Narrationen von Übergriffigkeit und Bemächtigung derart überstrapazieren, dass man den Imperativ erzwungener Keuschheit einmal mehr am Horizont der Kulturgeschichte zu erkennen glaubt,
  • zudem von öffentlichkeitswirksamen Highlights einer emotionstheoretisch angerührten POP-Forschung, die den neuen Denkstilen und Erlebnisweisen auf die Spur kommen möchte, bis hin zu ethisch hochverantworteten Anfrage an die Zugriffspraxis überhaupt, etwa auf tierische Lebewesen.
  • Schließlich auch in umgangs- und alltagssprachlicher Hinsicht, erkennbar besonders in SocialMediaForen und TV-Formaten (DSDS), wenn immer wieder die gleichen Redewendungen strapaziert werden: "Dein Stimme hat mich voll berührt – das ging mir total nahe“, „Noch nie war ich so heftig zu Tränen gerührt… ich fühl mich ja so sentimental“, „Boah, ich hab krass Gänsehaut, bin ich Susi oder was?“

Die Tagung „beRÜHRUNGen“ versucht, das weite Feld angemessen zu betreten und aus verschiedenen Perspektiven zu vermessen. Stimmen aus Theologie und POP, aus Alltag und Wissenschaft sollen zu Wort kommen und die passenden Gespräche öffnen wie auch begleiten.

Thempool

Vorläufiges aus dem bisherigen Themenpool (= erste Rückmeldungen von angefragten Referentinnen und Referenten):

  • „Rührung“ – ein großes Thema der (theologischen) Emotionsforschung?
  • „Don’t touch me there“ – Reprise auf ein popmusikalisches Sittengemälde
  • „Rühr meine Tiere nicht an, spricht der Herr“. Tierethische Kommentare zu Fleischverzehr, Viehzucht und anderen Grausamkeiten
  • „We need an erotics of Art“. Impulse zu einer theologisch gerührten Wahrnehmungslehre
  • Gerührt oder geschüttelt, Mr. Bond? Kommentare zu der merkwürdigen Figur eines britischen Geheimagenten, der im Film stets (s)einen Mann stehen sollte
  • „Ach ich hab sie ja nur auf die Schulter geküsst…“(C. Millöcker, 1882) – Zur frühen Auseinandersetzung mit den touchy people in der Operette des 19. Jahrhunderts
  • Bruno, fühl mal! Religionstheoretische Anmerkungen zu den Clubmemoiren eines schwulen Schweizers


Informationen

Ort & Kontakt
Pädagogisch-Theologisches Institut Bonn
Mandelbaumweg 2, 53177 Bonn / Bad Godesberg
Tel.: 0228 95 23 0
Kosten
Tagungsbeitrag/Verpflegung, --.--
SchülerInnen/Studierende/Auszubildende € --.--